Ich bin dann mal weg ….

11 Jan

…. denn was macht man für gewöhnlich an einer Endstation?

Genau, aussteigen.

Dies tue ich hiermit nun und mache mich auf den Weg in ein neues, teils noch unbekanntes Territorium. Wenn Ihr wieder mit dabei sein und mir folgen wollt, findet Ihr mich ab jetzt auf www.foxandhoney.de !

Bis hoffentlich bald!

 

Liebe,

F.

Über Grenzen, oder: der Zerfall der inneren Mauer.

14 Sep

Dinge, die man zum ersten Mal tut, fühlen sich immer etwas komisch an.

Dinge, die man nach sehr langer Zeit wieder zum ersten Mal tut, noch mehr.

Über ein Jahr habe ich keinen Blogpost mehr verfasst, keine persönlichen Gedanken mehr in Worte verkleidet und Euch auch nicht an den Irrungen & Wirrungen meines Innenlebens teilhaben lassen. Warum? Das weiß ich selber nicht. So oft hatte ich Ideen, Inspirationen oder Textstücke im Kopf, so oft fing ich an zu schreiben … und genau so oft hörte ich nach ein paar Sätzen wieder auf, weil es einfach nicht mehr ging. Die Ideen waren weg, nahmen die Inspiration mit und alle Textstücke verflüchtigten sich genauso schnell, wie sie gekommen waren. Und nichts hätte ich schwerer übers Herz gebracht, als einen Text zu veröffentlichen hinter dem ich nicht zu 100% mit Herz und Seele stehen kann und will.

Ob ich diesen Post veröffentlichen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Ich lasse es auf mich zukommen.

Mein Kopf ist voll.

Zu voll.

Viel zu voll, um irgendetwas sinnvolles zu schreiben oder zumindest über das, was ihn eben so voll werden lässt. In etwas über zwei Monaten bin ich genau zwei Jahre hier. In meiner Herzstadt. In Hamburg. Und in etwas über zwei Monaten ist sie somit wieder erreicht … die Zwei-Jahres-Grenze.

Vor ein paar Jahren schrieb ich das erste mal darüber, vor zwei Jahren zuletzt. Doch nichts hat sich an der Verwunderung darüber geändert, wie sehr es mich packt. Wie sehr es mich innerlich aufreibt, unruhig macht und davon treibt, weil ich es scheinbar nirgendwo länger als zwei Jahre aushalte.

Ich werde unruhig.

Langsam aber sicher fangen die Fluchtgedanken wieder an sich zu regen, meine Nerven zu spannen und auf ihnen herumzutanzen als wären es Drahtseile. Nur ohne Netz und doppelten Boden.

Doch ich will hier nicht weg, nein. Wohin auch, ich bin ja glücklich.

Das bin ich.

Doch.

Oder?

Vieles hat sich ge- und verändert, vor allem aber ich mich selbst. Schien mein Weggang aus Berlin noch wie eine Flucht, so weiß ich heute, dass ich nicht fliehen kann. Und es nie konnte. Alles von dem ich glaubte und hoffte es hinter mir lassen zu können, kam mit. Nichts ließ mich los. Wie Schatten die sich an meine Fersen hefteten, war sie immer da.

Angst.

Aber so lange wie ich brauchte um sie überhaupt zu erkennen, so lange kämpfe ich auch bereits. Allein, mit ihm, mit euch an meiner Seite.

Und werde nicht aufhören.

Vielleicht erzähle ich euch irgendwann davon – dann, wenn ich die Schreibblockade endgültig überwunden habe und hier wieder angekommen bin. Es ist an der Zeit.

Und vielleicht seid ihr dann sogar noch da … wenn Ihr denn wollt?

P.S.: Danke für die letzten 3 Jahre und 3 Monate, P. – Du bist mein Herz.

F.

Wellenbrecher.

18 Aug

Und dann ist er einfach wieder da.

Dieser Song, der Eine. Wohl- und Übeltäter zugleich, der mich, meinen Kopf, mein Herz, ach … einfach die ganze Bagage bei den Händen nimmt und auf seine Reise entführt. Weit über die starren Grenzen der gewohnten Realität hinaus.

Ziellos, planlos, ganz weit weg. Kopflos und glücklich ins Nirgendwo der Welt.

Ton für Ton schraubt er sich durch meine Ohren, in Gehirnwindungen, beglückt Synapsen und hechtet mit einem perfekten Kopfsprung, mitten in die Erinnerungen. Anfangs nur leicht, schlägt er immer größere Wellen, bereit und sich dessen völlig bewusst, für einen kurzen Moment alles zu überfluten. Musik ist eine Zeitmaschine und ich bin ihr Kerosin.

Ohne mich wären ihre Mühen umsonst, ohne sie wäre ich nichts. Ich schließe die Augen und lasse mich tragen.

Sitze. Am Meer. Im muschelübersäten Sand. Auf dem kleinen, morschen Steg. Im Garten meiner Eltern. Auf dem Badfensterbrett meiner ersten eigenen Wohnung.

Laufe. Durch die Wälder der Heimat. Felder hinterm Haus. Straßen der Herzstadt. Alte Wege in neuen Schuhen. Unsere Gedankengänge entlang.

Liege. Im Gras am Ufer des Krähenteichs. Auf dem Dielenboden nachts um halb 2. In meinem Bett. Auf der Lauer. Über dir.

Und wünsche mir Halt. Einen „Pause“-Knopf für die kleine Welt in meinem Kopf und die große, auf der er gezwungen ist, umherzuwandeln. Einen „Instant-Wellenbrecher“ für die Hosentasche, immer dabei, allzeit bereit und niemals ermüdend. Mit noch immer geschlossenen Augen tasten sich meine Finger zum iPod, um zum nächsten Song zu skippen … und stoßen auf Widerstand. Warmen, weichen fünffachen Widerstand, der sich um meine Hand schließt und sie wie einen kleinen Vogel in sich birgt.

Und so bleibe ich liegen. Auf dem Fußboden und meiner Hand in deiner. Mit leicht salzigen Augen, weil die Erinnerungswellen noch immer schwappen. Kopflos und glücklich im Nirgendwo der Welt.

Lächelnd.

Und sicher, dass du nicht mein Rettungsboot sein musst …  aber kannst.

Genau jetzt sind wir Musik.

Auf der Suche.

1 Jul

Wir suchen.

Ab dem Zeitpunkt unseres ersten klaren Gedanken, sind wir auf der Suche.

Nach Antworten auf all unsere kindlichen Fragen, täglich neuen Abenteuern, Wissen, nach der Erkenntnis, dass sowohl Akne, als auch der erste Liebekummer tatsächlich irgendwann vorbeigehen, Freiheit … und wohl am meisten nach uns selbst.Doch haben wir ein Ziel erreicht, eine Antwort, Kenntnis, oder Erfüllung gefunden, wird der Drang nach etwas neuem in uns wieder wach und wir unruhig. Die Suche geht weiter. Eine Suche, die sich „Leben“ nennt.

Aber keine Angst, bevor ich mich hier in weiteren Wortwolken verliere, packe ich den Pathos ganz schnell wieder ein und komme zu meinem eigentlichen Anliegen. Denn ja, auch ich suche. Und zwar einen neuen Job!

Mein Name ist Franzi, ich trage ihn mittlerweile schon seit 27 Jahren, lebe in Hamburg und bin sowohl der Kunst des Textens, als auch der des Songwritings seit vielen Jahren vollends verfallen. So sehr, dass ich nach meinem ersten Studium (Kommunikationsdesign & neue Medien), noch ein zweites als Singer-Songwriter in Berlin absolvierte und im letzten Oktober erfolgreich abschloss. Doch vorbei die Zeit der Vorlesungen und Seminare, vorbei die Zeit der (Online-)Redaktionspraktika, vorbei die Zeit des Wartens … ich bin bereit für etwas neues und ich hoffe, ihr auch!

Deshalb dieser Blogpost und der öffentliche Aufruf, den ich hiermit in den Social Media-Wind streuen will und hoffe, dass dieser ihn überall verteilt. Vielleicht sogar an Stellen, an die ich jetzt noch gar nicht denke.

Und da kommt IHR ins Spiel!

  • Ihr seid ein junges Start-Up, etabliertes Team, eine Agentur oder kleines Büro (in meiner Herzstadt Hamburg), in dem noch ein Bürostuhl oder eine Freelancer-Stelle danach schmachten, von einer Social Media-affinen Texterin mit Musik im Blut, besetzt zu werden?
  • Ihr seid weder Start-Up, noch Agentur, sondern Musiker (mit oder ohne Band) und sucht eine Songwriterin/Texterin?
  • Euch interessieren Menschen mit Liebe zur Wortspielerei, Silbenakrobatik par Excellence und Drahtseilzeilenakten ohne Netz und doppelten Boden?
  • Eure alten Räume brauchen frischen Wind, die unbekannten Wege sehnen sich nach frischen Spuren und Gedanken, die sowohl Richtung, als auch Form, sowie Farbe wechseln können … und keine Bedenken haben, dabei vielleicht anzuecken und/oder aufzuwecken?
  • Ihr seid jung, alt, wenige, viele, ruhig, laut, männlich, weiblich, ALLES, nur nicht hierarchisch und unfair … und bereit, gute Arbeit auch gerecht zu entlohnen?
  • Oder kennt ihr jemanden, der jemanden kennt, der dem Schwager des Nachbarn eures Cousins dritten Grades erst vor kurzem erzählt hat, dass er jemanden kennt … ?

Dann meldet euch bitte bei mir unter der E-Mail: franzisucht@gmail.com!

Ich freue mich über jedes ernstgemeinte Angebot und beantworte alle weiteren Fragen natürlich gern persönlich.

P.S.: Es wäre super, wenn ihr diesen Blogpost in euren sozialen Netzwerken teilt. Danke!

Franzi

Endlich.

29 Dez

Liebes 2012,

ich mag dich nicht.

Ich weiß, das ist jetzt ein vielleicht eher suboptimaler und nicht gerade üblicher Start für einen persönlichen Brief, aber ganz ehrlich … es ist mir vollkommen Wurst.

Erstens begleiten wir zwei uns eh nicht mehr so lange und zweitens sehe ich keinen Grund, irgendetwas genaus deswegen zu beschönigen. Ich bin nur ehrlich. So wie Du es auch mir gegenüber warst, in den letzten 12 Monaten. Wir waren nie das perfekte Paar, das hast Du mir schon im Januar klargemacht. Aber damals dachte ich noch: „Ach, das legt sich bestimmt wieder, sind sicher nur ein paar Startzickereien.“.Aber..Pustekuchen! Im März meintest Du sogar, noch einen draufsetzen und mir die körperlich wohl schlimmsten Schmerzen schicken zu müssen, die ich je durchleiden musste. Und warum? Ich weiß es bis heute nicht. Die darauffolgenden Monate gingen so weiter, nur dass Du da dann noch meine Psyche mit reinziehen musstest. Warum, zum Geier? Sie hatte sich doch gerade erst beruhigt und einen Takt und Einklang mit dem Herzschlag gefunden … ?

Ich weiß, in deinen Ohren klingt das alles jetzt wie eine große Meckerei oder vielleicht auch wie eine Art „Abrechnung“, oder? Und was soll ich sagen? Ja, im Grunde ist es das auch. Eine, meine Abrechnung. Mit allem, was dazugehört. Doch keine Angst, ich werde jetzt nicht jeden einzelnen Monat auf seine negativen Seiten durchsuchen und jeden gefundenen Aspekt einzeln ausklamüsern. Obwohl ich es könnte. Ich werde auch nicht nur pöbeln oder fluchen, nein. Obwohl ich auch das könnte. Ich beleuchte dich, mich und unsere 12-monatige „Zweckgemeinschaft“ von allen Seiten, ob gut oder schlecht (und ja, wir beide wissen, dass letzteres überwiegt und einen wesentlich höheren Anteil der Tipperei verdient hätte).

In vielem waren wir uns nicht einig, standen uns gegenseitig im Weg oder nahmen es zumindest voneinander an, weil wir gerade keinen naheliegenderen Grund fanden. Einzig im Sommer ließen wir zwei uns gegenseitig schalten und walten wie wir wollten und im wahrsten Sinne des Wortes „sein“. Einfach leben, lieben und für ein paar Wochen alles miteinander genießen. Ja, ich glaube in dieser Zeit liebten wir uns wirklich. Heiß, innig und so sinnlich, dass es eigentlich zu schön um wahr zu sein und deshalb tatsächlich nur eine Frage der Zeit war, bis eben jene uns wieder auf den Boden der Tatsachen und somit auch wieder zu den quergeschossenen Seiten des Lebens führte.

Je kälter und grauer es wurde, desto mehr verloren auch wir wieder die Farben, die wir kurz ineinander funkeln sahem. Oder auch nur Ich. Vielleicht war dein Plan ja schon von Anfang an, dich nur auf dich selbst zu fixieren..und ich deshalb nur Mittel zum Zweck. Vielleicht hattest Du auch gar keinen Plan, warst genauso ahnungslos wie ich und hast den Mist gar nicht bemerkt, in den du mich gern ab und zu kopfüber tauchtest. Ich weiß es nicht, ich kann es nur ahnen… .

Wie dem auch sei…jetzt bist Du alt. Nicht mehr lange und auch Du wirst Geschichte sein, wie all die Jahre vor dir. Ich betrachte dich zwar nicht mit argem Groll und Zorn, aber auch nicht mit sprudelnder Freude, weil die Erinnerung an dich Trilliarden von Glückshormonen in mir freisetzt. Wir hatten Spaß, wir hatten Ärger, haben zusammen gelacht, noch mehr geweint und uns in den meisten Momenten einfach nur weggewünscht. Manchmal ist es halt so, nicht jeder passt zusammen, nicht jeder wird glücklich und auch nicht jeder schafft es, immer wieder aufs neue auch in den schlechten Zeiten, das Positive zu sehen. Weil man einfach keine Kraft mehr hat. Weil man einfach nicht mehr kann.

Doch trotz allem hast du mir gerade durch diese Scheißzeiten eins gezeigt: ich habe Menschen, die es mehr als verdienen, von mir „Herzmenschen“ genannt zu werden. Nicht nur, weil ich sie in meines ganz fest eingeschlossen habe, sondern vor allem, weil sie selbst ein ebenso großes besitzen. Meine Freunde, mein Herzmann (und Privatheld des heimischen Chaos) …. ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich ohne Sie getan hätte. Sicher denkt man sich sowas zwar in guten Zeiten, hofft, dass dieses „ich bin immer für dich da, egal was auch passiert!“ tatasächlich Hand und Fuß hat und nicht nur eine wohlkingende, vertrauenserweckende Floskel ist … aber erst, wenn aus diesem „immer“ ein unverhofftes „jetzt!!“ wird … erst dann sieht man, wer flieht, wer einfach wegrennt. Und spürt, wer bleibt. Für diese Erkenntnis danke ich Dir, 2012. Dafür und für diese Menschen. Die Besten. Die Meinen. Die Herzen.

Und auch wenn Du jetzt scheinbar ruhig und kraftlos in deinen letzten Zügen liegst und allen deinen friedlichen Abschied suggerierst, liebes Jahr..so konntest Du es trotzdem nicht lassen, mir auch noch in den letzten Tagen eine reinzuwürgen, stimmts? Doch weißt du was (und jetzt hör ganz genau zu)…ich verzeihe Dir. Ich wünsche Dir Ruhe, Frieden und ein inneres Leuchten in deinem Herzen, dass von denjenigen stammt, mit denen Du es in deiner Lebenszeit gut meintest … und das nun auf dich zurückstrahlt.

Schließ die Augen, ruh dich aus…dein Weg ist nun zuende.

In Liebe und auf ein Neues, Besseres…

F.

P.S.: und ich weiß, dass Du es mir nicht übel nimmst, wenn ich jetzt sage: … ENDLICH!!

Abschiedsjedöns..<3.

9 Okt

Es ist wieder soweit.

2 Jahre..als hätte ich es geahnt.

Als ob es mich nie länger irgendwo hält, als 2 Jahre. Als ob meine innere Uhr nach genau dieser Zeit wieder neu eingestellt werden muss..auf einen neuen Ort und ein neues Ich.

Wie dem auch sei…nicht mehr lange und ich werde auch Berlin wieder verlassen, die Stadt, die mehr „vorübergehende Bleibe“ als je ein Zuhause für mich war.

Und auch wenn jetzt ein Raunen durch die Menge der Berlin-Fans geht und Gedanken wie: „wie kann sie nur nicht dort leben wollen, was stimmt mit ihr nicht..?“ in deren Köpfen wachsen…dieses „nicht-dort-leben-wollen“..ja, ich kann es sehr gut. Weil ich wirklich einmal einem Klischee-Poesiealbumspruch gerecht werden will(!) und meinem Herzen folge.

Dorthin, wo es mit mir teilweise aufwuchs, wo es sich immer mehr als wohl und vor allem wirklich heimisch gefühlt hat. In die Stadt der Schiffe, der Möwen, dem weltbesten Astra-Bier, des Mannes und der Liebe..und vor allem, in die Stadt meines Herzens: Hamburg.

Ich bin in den letzten 4 Jahren, 3x umgezogen..doch dieses mal fühlt es sich anders an. Es ist nicht einfach nur ein Ortswechsel, der der Ebnung meines Karriere-Weges dient…nein, es ist ein Wechsel in die richtige Richtung.

In die, meine..unsere Zukunft.

Und dafür gibt es keinen besseren Zeitpunkt als: Jetzt!

 

Trotz allem habe ich dir, liebes Berlin, noch etwas ganz persönliches zu sagen…also, Ohren jespitzt und uffjepasst!:

„So, Keule…wir beede wussten, dass der Tach ma kommen wird. Meen Studium is zuende, ick hab et jeschafft und dit sojar erfolgreich. Nu isser bald da..Ende Oktober um jenau zu sein. Und ehrlich jesacht..ick freu ma wie Bolle!

Nimms ma nich krumm, aba du weeßt jenauso jut wie icke, dat aus uns beeden nie son richtijet Paar jeworden wäre. Eher sowat wie ne kurze Affäre, ne Liebelei..aba nüscht ernstet. Und weeßte wat? Dit is ooch vollkommen in Ordnung so, ehrlee. Beede ham wa keene Verpflichtungen, beede ham wa uns jejenseitig nie wat vorjespielt..und beede trenn wa uns nu im juten. Denn jute Zeiten..oh ja, die hatten wa ooch…und wie!

Nächte, in denen ick mal mehr, mal wenijer anjebrütet und manchma ooch singend durch deine Straßen Richtung heme jeloofen bin. Tage, an denen du mir dit herrlichste Wetter für „zum-in´-park-lejen-und-lesen-oder-leute-kieken-oder-ooch-einfach-ma-nüscht-tun“ jesponsort hast. Wundabare Leute, denen Du een Zuhause bietest..und die ick ohne dich ooch nie kennenjelernt hätte. Menschen, die ick nu im herzen weitertrajen werde..ejal, wohin ick geh.

Manchma biste mir aba ooch jehörich uffn Sack jegangn, dit kannst aba glooben! Da warste einfach zu laut, zu groß, zu „ick-bin-ze-hometown-of-ze-hipsters-und-janz-jewaltig-stolz-druff“…und einfach zufille. Denn hab ick ma echt nich wohl jefühlt, wollte nur wech..einfach raus aus dir und dem janzen Trubel. Doch nie hastes mir übel jenommen, immer standeste mit offene Arme wieda da und hast ma an dein herz jedrückt, wenn ick zurückkam. Und jenauso will und werd ick da in Erinnerung behaltn…wir sind ja nich ausse Welt, wa? Deswejen…macht et jut, Keule..meene Koffer nehm ick alle mit, denn so schnell, wie de wieda neue Leute kriechst, so schnell kannste jar nich kieken. Wir lassen dit ooch mit de Jefühlsduselei zum Abschied, wa?

Ick sach nur: Pass uff dir uff..damit de noch stehst, wenn ick uff ne kalte Molle ma wieder vorbeikommen will!

Von janzem Herzen…

Icke <3“

 

 

Danke.

In eigener Sache.

18 Jun

Eigentlich kam ich zu Twitter, wie Teenie-Mütter zu ihren Babys. Durch einen „Unfall“.

Als ich mir damals, vor knapp 3 Jahren, einen Account anlegte, wollte ich „nur mal gucken“..doch löschte ihn noch in der selben Nacht wieder. Aber das hielt nicht lange vor, ich war einfach zu neugierig…und somit war „im_wunderland“ geboren. Anfangs war alles neu, spannend und mit den ersten Followern kam auch der Spaß.

Doch wenn ich mir anschaue, was heutzutage so auf Twitter los ist, bzw. wer, vergeht er mir immer schneller. Ist es eigentlich noch möglich, ganz „normal“ zu schreiben, einfach man selbst zu sein…OHNE in jedem zweiten Tweet „Titten, Penis, Koksen, Saufen“ zu benutzen? Ist es möglich, einfach das zu schreiben, was man gerade denkt und fühlt…OHNE sofort von 5 Leuten entfolgt zu werden? Ist es möglich…? Ich glaube nicht. Es ist irgendwie traurig, wenn ich lese, dass sich junge Mädels gegenseitig mit der Größe ihrer Brüste oder der Anzahl der (angeblich) schon gehabten Schwänze profilieren wollen. Ich meine, bitte..jedem das seine…aber wieso muss man denn in einem Social Network seinen Schlampenstatus so etablieren und sich deswegen feiern lassen, obwohl man doch eigentlich gar nicht so ist und nach der Schule einfach nur allein vorm Laptop sitzt und Mutti in der Küche hilft?

Versteht mich bitte nicht falsch, ich will und werde hier niemanden angreifen. Das liegt mir fern. Warum auch, ich kenne euch ja nicht alle pesönlich. Und das ist auch ganz gut so, denn sonst könnte ich euch noch weniger ernst nehmen. Ich will und werde auch nicht dem Medium Twitter die Schuld geben…denn es ist einfach nur genau das, was wir daraus machen. Es ist ein Spiegel, den wir uns und allen anderen täglich vorhalten. Ob mit Maske oder ohne. Ich selber zähle ich mich ja auch dazu. Nur eben ohne Maske.

Natürlich schrieb ich „damals“ anders, natürlich habe ich mich im Laufe der Jahre verändert und weiterentwickelt. Die Zeit bleibt nicht stehen, bei keinem von uns. Leben nehmen ihren Lauf, werden besser oder schlechter, aber mit jedem Tag reicher an Erfahrungen. Seit über einem Jahr geht es mir so gut wie schon lange nicht mehr. Und ja, dafür danke ich Twitter, da ich sonst wohl nie den mir liebsten Menschen auf der Welt, den EINEN, kennengelernt hätte. Ich bin mehr als dankbar. Ich bin glücklich. Und ja, ich schreibe auch darüber. Vielen von euch gefiel oder passte das wohl leider nicht, weswegen ich auch schon DM mit dem Inhalt: „sorry, aber du bist irgendwie nicht mehr wie früher. du bist so glücklich, das passt nicht zu dir und deinem account!“ erhielt und daraufhin von der entsprechenden Person entfolgt wurde. Nachdem meine Gedanken sich zu einem großen „WTF??“ formten, wurde daraus aber weder Wut, noch inneres Gepöbel. Nein. Weil mir dieser Mensch irgendwie ein bisschen Leid tat. Weil dieser Mensch stellvertretend für alle steht, die mit „Glück“ und „Guten Gedanken“ auf Twitter nicht klar kommen. Die, die lieber die Timeline mit Fäkal-, und Saufcontent zuspammen und sich vielleicht einfach nur vor dem wahren Leben und der Möglichkeit, selber wahres Glück zu finden, fürchten.

Aber wie auch immer. Ich mag meine Timeline gerade so, wie sie ist und habe für mich die „perfekte“ Mischung gefunden. Ich folge, weil und wem ich will und werde auch nicht aufhören, nach „neuen“ Perlen zu suchen und mich zu freuen, wenn ich sie finde. Aus (meinen) Gründen. Wir sind alle fähig, eigene Entscheidungen zu treffen und tun das (mehr oder minder) auch. Wir allein entscheiden, wen oder was wir lesen wollen. Und wen oder was eben nicht (mehr). Diese Freiheit zeichnet Twitter aus und sollte somit auch jedem selbst überlassen sein. Wenn sich jemand durch diesen Blogpost persönlich angegriffen oder auf den Schlips getreten fühlt, dann tut es mir leid. Wer mich jetzt entfolgen will, soll das tun.

Weil die Richtigen verstehen. Und bleiben.